Dienstag, 12. November 2019 - 09:08 Uhr
Home
< Bericht - Gemeindefest 2013
10.09.2013 - 21:13

Bericht - Zeltlager 2013


Wir sind cool, wir sind stark – ihr seid alle Magerquark!

Jedes Jahr stehen Zeltlagerteilnehmer und Zeltlagerbetreuer nach einer Woche Zeltlager beisammen und befinden das diesjährige Zeltlager noch besser als das des Vorjahres. Woran das liegt? Vielleicht an den supertollen Teilnehmern, die durch ihr Engagement, ihren Mut zum Ausprobieren neuer Sportarten oder zum Blödsinnig-Sein, ihr respektvolles Verhalten den Betreuern gegenüber und ihrer Lebensfreude einen maßgeblichen Teil dazu beitragen? Vielleicht liegt es aber auch am Team das sich Monate im Vorfeld mit den organisatorischen Dingen und der inhaltlichen Ausgestaltung beschäftigt und dabei sehr viel Herzblut investiert? Vielleicht liegt es an der fleißigen Küche, die während des Zeltlagers alle bestens verköstigt und sogar täglich für einen Nachtimbiss sorgt? Vielleicht liegt es aber auch genau an jener wunderbarer Mischung und der Bereitschaft sich aufeinander einzulassen um zu Erleben, was Gemeinschaft und Miteinander über Alters-, Konfessions- und manchmal sogar Tiergattungsgrenzen hinweg bedeuten. 

Und so stellt man rückblickend mal wieder fest: Auch das Zeltlager 2013 war ein Zeltlager der Superlativen. Niemals mussten so viele Teilnehmer Laurentia vortanzen, weil sie zu spät zum Frühstück erschienen sind. Niemals hatten wir einen so großen Grill, dass fast alle parallel Essen konnten. Niemals hatten wir ein so großes Lagerfeuer – weswegen uns wahrscheinlich niemals zuvor aufgefallen ist, wie gut durchblutet Ohren sein können. Niemals mussten wir so häufig zu Ärzten fahren – und dennoch war glücklicherweise letztlich alles nur halb so schlimm. Niemals zuvor hatten wir einen LKW, der unser gesamtes Material ehrenamtlich hin- und wieder zurück transportiert hat. Und schlussendlich hat wohl auch das Ansbacher Hallenbad niemals eine längere und so schön singende Schlange an Menschen betrachten dürfen, die sich als langer Wurm durch die Rutsche schiebt.

Es waren sieben wirklich kunterbunte Tage in denen wir viele Überraschungen erleben durften. So überraschte uns beispielsweise am rosa-blauen-Tag einer der männlichen Teilnehmer beim Zumba mit seinem gekonnten Hüftschwung – dem sogenannten Booty Circle. Und auch von Seiten der Überfaller, die unseren Banner stehlen wollten, wurden wir überrascht: Die größten Chancen hatte ausgerechnet derjenige, der uns ganz alleine überfallen hat – nicht die tapferen Sacker Jungs oder die 20 Mann, die sich aus dem ganzen Dekanatsgebiet zusammengeschlossen hatten. Letztere, das muss man zugeben, hatten jedoch mit Abstand das beste Unterhaltungsprogramm während des Überfalls. Bekommen hat den Banner dennoch keiner, denn: Wir sind cool, wir sind stark – ihr seid alle Magerquark. 
 Überraschend waren allerdings auch die Unmengen an Brot und Semmeln die Teilnehmer und Team am letzten Tag brav vertilgt haben, so dass keine Rest übrig blieben, sowie die Ergebnisse beim Lösen der Tagesaufgaben. Hierbei wurde beispielsweise ein deutschsprachiges, jedoch völlig unverständliches Lied in angemessener Sprache und mit einer beeindruckenden Choreografie dargeboten oder ein verschollener Teilnehmer zum Leben erweckt. 

Allgemein wurde auf unserem Zeltlager viel getanzt – v.a. wenn ein plötzlicher Platzregen alle zum Aufenthalt in unserer kleinen Hütte verdonnerte, der Freudenhut seine Wirkung nicht gänzlich über den Träger entfaltete oder ein Warm-Up-Spiel vor den Einheiten tänzerisches Geschick verlangte – erinnert sei hier an die Ziegenfüße, den Roflkopter oder andere Aerobic-Übungen. Neben dem Körper wurden selbstverständlich auch die Stimmen bei den abendlichen Andachten und dem anschließenden Singen am Lagerfeuer trainiert. Das von Teilnehmern selbstkomponierte Zeltlagerlied darf als Highlight natürlich nicht unerwähnt bleiben. 

Es lässt sich schon erahnen, dass neben spaßigen Aktionen wie Capture the flag, Klobürstenhockey, Floßbau oder Improtheater auch genügend Zeit für ernsthafte Diskussionen, geistliche Impulse und kreative Aktivitäten, wie Taschen bemalen, Actionpainting XXL mit ausgeblasenen Eiern oder das Basteln von Glitzerschmuck blieb. 

Daher nimmt wohl jeder neben vielen tollen Erinnerungen und Erfahrungen auch das ein oder andere Andenken mit nach Hause. Manch einer hat während der Woche darüber hinaus sogar gelernt, dass am Boden liegender Müll aufgehoben werden darf und alle wissen nun, dass sie den Fettfilm auf ihrem Geschirr garantiert nicht vergessen, wenn sie zum Abspülen Spülmittel und heißes Wasser verwenden. 

Und weil unser Micha den Farbfilm in diesem Jahr trotz des berühmten Liedes von Frau Hagen nicht vergessen hat, gibt es auch unserer Homepage www.jugend-ppp.de viele kunterbunte und tolle Bilder zu bestaunen. 

Abschließend noch ein herzliches Dankeschön an all diejenigen uns zeitlich, materiell oder finanziell unterstützen und uns eine solch tolle Woche ermöglicht haben! 

P.S.: An die Zeltlagerteilnehmer: Wie viele Erbsen sind während des Berichtes gewandert? 

SK